#momobleibt – menschenrechtswidrige Abschiebung stoppen.

Mein Name ist Momo. Ich bin ein 28-jähriger, fleißiger und herzlicher Mensch. Ich bin aus dem Iran geflüchtet, weil mir dort aufgrund meiner Konvertierung zum christlichen Glauben die Gefahr drohte, getötet zu werden. 2014 wurde ich bei einem Kirchenbesuch auf der Straße von 5 Leuten angegriffen und mit einem Messer abgestochen. Trotz des großen Blutverlustes konnten die lieben Ärzte mich in letzter Sekunde vor dem Tod bewahren. Für mich stand fest, dass mein Leben im Iran gefährdet war. Ich musste fliehen. Über die Türkei, den furchtbaren Bootsweg nach Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich landete ich 2015 in München. Nach traumatischen Wochen, Wochen der Entbehrung, der Angst, der Obdachlosigkeit und der Verfolgung durch die Polizei, war ich endlich angekommen. 

Seit fast 6 Jahren bin ich in Deutschland, lebe in Hamburg und habe alles gegeben um mir hier ein Leben aufzubauen. Es ging bergauf, bergab, aber ich habe nie aufgegeben und immer weiter gekämpft. Neben meiner abgeschlossenen Ausbildung als sozialpädagogischer Assistent und meiner Zusage zu einer Weiterbildung als Erzieher schreibe ich Gedichte und bin Rapper. Trotz dieses Werdegangs, meinem christlichen Glauben und meiner öffentlichen Kritik an dem iranischen Regime soll ich abgeschoben werden.

Während ich meine Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistent absolviert und nebenbei meine mittlere Reife geschafft habe, wurde mein Asylantrag zweifach abgelehnt. Mir wurde nicht geglaubt, dass ich christlich glaube. Als Begründung wurde u.a. angegeben, dass ich mich nicht vertieft mit der Bibel befasst habe, da ich sie laut eigener Aussage von vorne bis hinten durchgelesen habe, die Bibel aber kein normales Buch sei, und man dieses nicht einfach von Anfang bis Ende durchliest.

Nach all diesen Tagen und Nächten, nachdem ich mich für mein eigenes Leben aufriss, nach Höhen und Tiefen, erhielt ich im Februar 2021 den Antrag zur freiwilligen Ausreise und somit zur bevorstehenden Abschiebung. Der Staat hat nun die Möglichkeit, mich festzunehmen und in Abschiebehaft zu bringen. Meine Identitätspapiere kann ich nicht besorgen, da ich hierfür iranischen Boden betreten müsste und der Staat mich mit diesen sofort ausfliegen kann. 

Dem möchte ich mich entschieden entgegenstellen! Ich fordere den sofortigen Stopp einer möglichen Abschiebung und endlich Sicherheit! Wie allen bewusst sein sollte, kann ich das nicht alleine schaffen, sondern brauche eure Hilfe. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr für mich gegen eine Abschiebung unterschreibt. Ich habe mir ein Leben hier aufgebaut und jeden Tag gekämpft. Sollte ich in den Iran zurückkehren müssen, wird es für mich keine Zukunft mehr geben. 

Der jetzige Plan ist eine Ausbildungsduldung zu beantragen. Diese würde mir 3 Jahre Zeit geben, um die Weiterbildung als Erzieher zu absolvieren, aber keine grundsätzliche Sicherheit. Ebenfalls ist nicht sicher, wie wirksam der Antrag sein wird. Wie ihr bestimmt wisst, ist es nicht einfach sich mit einer schulischen Ausbildung und Duldung ohne Arbeitserlaubnis einen Anwalt zu leisten. Aufgrund der Pandemie gab es für mich ebenfalls keine Möglichkeit durch Streetshows (Breakdance) oder Straßenmusik (Rap) Einnahmen zu generieren. Neben den Unterschriften, wären finanzielle Unterstützungen unglaublich hilfreich. 

Ich brauche eure Hilfe. Unterschreibt die Petition und helft mir in Deutschland zu bleiben! 

Weitere Informationen findet ihr unter @momobleibt

Ihr könnt mir auch persönlich auf Instagram schreiben: @om.om92

Für die Deckung der Anwaltskosten haben wir einen Moneypool auf Paypal eingerichtet: https://www.paypal.com/pools/c/8xWSPhTESC  

Jede Form der Unterstützung ist hilfreich. Teilt gerne die Petition und die Instagramseite @momobleibt. Ihr habt eine Idee, wie ihr helfen könnt oder kennt jemanden, der/die jemanden kennt? Schreibt uns! Wir freuen uns sehr, wenn ihr bei der Fotoaktion #momobleibt mitmacht.

Vielen herzlichen Dank für eure Zeit und eure Unterstützung. Das ist unglaublich viel wert!