Hamburg weitet Kapazitäten für Flüchtlinge aus. Messehallen soll Unterkunft werden – Hamburg mobilisiert neue Kapazitäten, um geflüchtete Menschen aus der Ukraine zu versorgen.

Knapp sieben Jahre liegt es zurück, als die Messehallen zuletzt zur Notunterkunft umfunktioniert wurden. Nachdem 2015 Zehntausende Flüchtlinge nach Hamburg kamen, mussten die Behörden schnell Unterkunftsmöglichkeiten schaffen und nutzten dafür unter anderem die Räumlichkeiten der Messe.

Nun will die Innenbehörde nach MOPO-Informationen wieder auf das Messegelände zurückgreifen, um sich auf die Ankunft einer Vielzahl ukrainischer Flüchtlinge vorzubereiten.

Ukraine-Krieg: Viele Geflüchtete kommen bei Bekannten unter

Bislang sind Stand Freitag 555 Geflüchtete aus der Ukraine in Hamburg angekommen. Doch die Behörden rechnen mit größerem Andrang in den kommenden Tagen und Wochen. „Die Stadt hat daher entschieden, für einen Übergangszeitraum von rund sechs Wochen auch Teile der Hamburger Messehallen für eine erste Versorgung der Ankommenden zu nutzen”, hieß es aus der Innenbehörde. Demnach sei es in den Messehallen möglich, bis zu 950 Menschen aufzunehmen. Dauerhaft wolle man dort aber keine Flüchtlinge unterbringen und hat die Messehallen daher erst einmal nur bis zum 15. April angemietet. Das Deutsche Rote Kreuz wird den Betrieb vor Ort übernehmen.

Ebenfalls mobil gemacht wird in der Schnackenburgallee, wo die Unterbringung von 900 Kriegsflüchtlingen vorbereitet wird. Der Standort wurde bereits während der vergangenen Flüchtlingskrise genutzt und soll Ende März wieder in Betrieb genommen werden.