20. Juni ist Weltgeflüchtetentag – Dieser Tag macht auf die Lage aller fliehenden Menschen aufmerksam.

Am 20. Juni ist Weltgeflüchtetentag. Als Seebrücke wollen wir auch an diesem Tag auf die Lage aller fliehenden Menschen aufmerksam machen. Unsere Solidarität gilt ebenso all jenen Menschen, die in der EU angekommen sind, wie auch all denen, die verzweifelt an den europäischen Grenzen tagtäglich ihr Leben riskieren, gedemütigt und abgeschoben werden.

Die Reaktionen auf den Ukraine-Krieg haben gezeigt: vieles ist möglich! In ganz Europa herrscht große Solidarität und tausende Freiwillige bieten bis heute ihre Unterstützung an. Aber auch die europäische Entscheidungsträger*innen handeln in Migrationsfragen endlich nach einem an den Menschenrechten ausgerichteten Ansatz und zeigen erstmals große Aufnahmebereitschaft.

Eine schnelle und unbürokratische Aufnahme schutzsuchender Menschen ist möglich! Gleichzeitig produziert die europäische Migrationspolitik aber weiterhin Geflüchtete erster und zweiter Klasse, klassifiziert Menschen anhand rassistischer Zuschreibungen und ist aktiv für den Tod von Menschen an den Grenzen verantwortlich.

Dagegen kämpfen wir an! Die Seebrücke fordert: Sofortige und menschenwürdige Aufnahme ALLER Geflüchteter #möglichmachen! Gehe auch Du am Montag auf die Straße oder teile an dem Tag die Beiträge der Seebrücke Social Media Kanäle auf Instagram, Twitter und Facebook. Lasst uns gemeinsam einstehen für gleiche Rechte für alle geflüchteten Menschen. Setze auch Du ein Zeichen und spende jetzt an die Seebrücke! 

 Werde Förder*in!
Das Foto zeigt eine Demonstration In Frankfurt am Main. Eine Person im Vordergrund hält ein Plakat mit der Aufschrift
Foto von Protestfotografie.Frankfurt

Die Kehrtwende bleibt aus
Der Bundeshaushalt für 2022 ist geplant, das Bundesaufnahmeprogramm für Afghan*innen kommt. Endlich! Insgesamt wurden nun 25 Millionen Euro bewilligt. Während von weiten Teilen der Ampel-Koalition dies als „Erfolg“  gefeiert wird, zeigt sich bei näherer Betrachtung: Das bewilligte Geld reicht für gerade mal 5.000 Personen.

Sollte das ein Erfolg sein, ist die versprochene Kehrtwende in der Asylpolitik vor dem Start gescheitert. Diese Politik der Ampel-Regierung ist damit nichts weiter als die menschenverachtende Fortsetzung der bisherigen Politik des Innenministeriums unter Horst Seehofer. Die Bundesregierung wird mit diesem Bundesaufnahmeprogramm tausende Schutzberechtigte wissentlich den Taliban überlassen. Tagtäglich müssen sie sich dort vor dem Terror-Regime der Taliban verstecken, werden willkürlich inhaftiert oder sterben trotz bestehender Aufnahmezusage. Die vorgeschobenen bürokratischen Hürden und angeblich begrenzten finanziellen Ressourcen können nicht über die unmittelbare Verantwortung der Bundesregierung hinwegtäuschen. SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen nehmen damit wissentlich und willentlich den Tod von Menschen in Afghanistan in Kauf  das als „Erfolg“ zu verkaufen ist nicht nur zynisch sondern hochgradig menschenverachtend.

Deshalb werden am 13. August 2022 anlässlich des Jahrestages der Machtübernahme durch die Taliban Aktionen von afghanischen Organisationen, Initiativen und Unterstützer*innen geplant. Gemeinsam werden wir auf die Situation der Menschen in Afghanistan verstärkt aufmerksam machen und für eine schnelle und unbürokratische Aufnahme im Rahmen eines spezifischen Bundesaufnahmeprogramms für Afghanistan kämpfen.

We do not forget Afghanistan! Damit wir laut und kämpferisch im August auf die Straßen können, brauchen wir jetzt Deine Unterstützung. Fördere die Seebrücke mit Deiner Spende und unterstütze damit eine bundesweite Aktion am 13. August!

Das Foto zeigt die Demonstration zum Iuventa-Aktionstag in Berlin. Mehrere Menschen tragen das Front-Banner mit dem Schriftzug

Rückblick: Iuventa Aktionstag
Am 21.05.2022 fand der Prozessauftakt gegen die Seenotretter*innen der Iuventa-Crew und weiterer Organisationen in Trapani auf Sizilien statt. Der Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Migration. Bei Verurteilung droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren sowie eine Geldstrafe von 15.000€ pro geretteter Person. Doch sie sind nicht die Einzigen, gegen die europäische Behörden aktuell ermitteln. Die meisten Menschen, die wegen „Beihilfe zur illegalen Migration“ angeklagt werden, sind selbst Menschen auf der Flucht. Seit 2013 wurden alleine in Italien über 2.500 fliehende Menschen mit dieser Anklage inhaftiert. Dies passiert oft ohne eine große Öffentlichkeit und ist ein weiterer Teil der europäischen Abschottungspolitik, die Flucht immer und immer mehr kriminalisiert.

Die Seebrücke steht solidarisch hinter den Angeklagten der Iuventa und allen weiteren kriminalisierten Seenotretter*innen und Menschen auf der Flucht. Wir unterstützen sie in ihrem Kampf gegen das europäische Grenzregime  ob auf dem Meer, an Land oder vor Gericht. Daher sind am 21.05.2022 bei einem bundesweiten Aktionstag in über 17 Städten Menschen auf die Straße gegangen und haben gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung und Flucht lautstark demonstriert. Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen und Plakataktionen gab es vielfältigen Protest, der aufzeigt, dass die angeklagten Menschen nicht alleine sind.

Im Prozess gegen die Iuventa-Crew ist aktuell noch kein Urteil gefallen. Gegen unzählige weitere Menschen auf der Flucht wird aktuell immer noch ermittelt. Nun braucht es weiterhin Druck und Unterstützung auf allen Ebenen: Vor Gericht, auf der Straße und im Internet. Als Seebrücke kämpfen wir für eine Entkriminalisierung von Seenotrettung und Flucht. Starte auch Du eine Aktion oder unterstütze die Seebrücke Lokalgruppen mit Deiner Spende.
Werde Förder*in! Du möchtest mehr über die Seebrücke erfahren? Hier geht es zum FAQ!

Du hast Interesse an einer Einzelspende? Nutze hierfür diesen Link: zur Einzelspende Komm zu einer Aktion in Deiner Nähe oder starte selbst eine! Alle Infos findest Du hier: https://seebruecke.org

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