2016/06 Was wird aus dem Moorpark?

Linke kritisiert Senat in Sachen Unterkunft im Stadtteil

Wandsbeker Wochenblatt 8.6.2016

JENFELD

Nach Ansicht der Linken in der Bezirksversammlung Wandsbek drückt sich der Senat vor einer Entscheidung zur Zukunft der Erstaufnahme im Jenfelder Moorpark.
Laut einer Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Stephan Jersch gibt es für die derzeit mit 450 Flüchtlingen belegte Anlage weder Überlegungen, diese mittelfristig aufzulösen, noch sie als Folgeunterkunft weiterzuführen.
Demnach ist auch nicht geplant, die 27 Quadratmeter großen Holzhütten durch eine komfortablere Unterbringung zu ersetzen. „Die Unterkunft wurde den Anwohnern in Jenfeld im Sommer letzten Jahres als vorübergehende Einrichtung dargestellt. Vor dem Hintergrund rückläufiger Flüchtlingszahlen und der Inbetriebnahme besser aus- gestatteter Folgeunterkünfte sollte sie mittelfristig geschlossen werden“, so Julian Georg, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in Wandsbek.
So könnte der Moorpark wie- der als Freizeitfläche genutzt werden. Georg kritisiert, dass jetzt stattdessen ein 50.000 Euro teurer stabiler Zaun um das Gelände gezogen wurde. Eine Verlegung des Haupt- eingangs, wie es die Bezirksversammlung Wandsbek forderte, sei vom Zentralen Koordinierungsstab abgelehnt worden.
„Während die ZEA Oktaviostraße im gutsituierten Marienthal Ende des Jahres geschlossen werden soll, gibt es für den Jenfelder Moorpark keine vorausschauende Planung. Man hat fast den Eindruck, dass Jenfeld im Rathaus nicht so wichtig genommen wird“, so Linken- Fraktionschef Georg. (rg)